TIPPS & RATSCHLÄGE
Die "unsichtbare" Modifikation, die das 2CV-Erlebnis radikal verändert
Diese Modifikation bietet mehr Flexibilität und bessere Beschleunigung, ohne die grundlegenden Eigenschaften des Motors zu verändern.
Wir lieben den 2CV aus allen Gründen. Sein Aussehen, sein traumhaftes Fahrgefühl, sein genialer Minimalismus. Aber seien wir ehrlich: Wir hassen ihn für seine Leistung. Oder besser gesagt, für seinen Mangel an Leistung.
Auf einer Hauptstraße zu überholen, ist fast ein Gebet. Eine Steigung von 10 %? Man spannt die Gesäßmuskeln an, sieht dem Tacho beim Absturz zu und hofft inständig, nicht rückwärtsfahren zu müssen.

Der Übeltäter ist weniger der tapfere 602-cm³-Zweizylindermotor. Das eigentliche Problem ist seine mangelnde Leistung. Ursprünglich wird er von einem Einvergaser (meist einem Solex 34 PICS) versorgt. Ein einziger Einlass für Luft und Kraftstoff. Er ist zuverlässig und einfach, aber leistungsschwach.
Der „Trick“, den Eingeweihte verraten, ist von außen völlig unsichtbar. Kein lauter Auspuff, keine Tieferlegung. Das Geheimnis liegt unter der Motorhaube.

Es besteht darin, zwei Teile von einem seiner Verwandten zu übernehmen, meistens vom Ami 8 (oder dem ersten Visa): das spezielle Ansaugrohr und vor allem den Doppelvergaser (den berühmten Solex 34 PCIS).
Die Veränderung ist nicht subtil. Sie ist radikal.
Der Vergaser-"Hack": Einfach- vs. Doppelverstrebung
Der grundlegende Unterschied liegt in der Steuerung des Luft-Kraftstoff-Gemisches.
1. Ursprung: 2CV (Einzelkarosserie)
Eine einzige Leitung steuert alle Motordrehzahlen.
Ergebnis: Der Motor wird nach wie vor durch denselben Flaschenhals ausgebremst. Er stößt schnell an seine Grenzen.
2. Hack Ami 8 (Doppelkörper)
Zwei separate Leitungen für zwei unterschiedliche Verwendungszwecke.
Ergebnis: Im normalen Fahrbetrieb sparsam, aber beim Beschleunigen ein echtes Leistungsreservepotenzial.
Sie gewinnen zwar keine 50 PS mehr, aber dafür etwas Entscheidendes: Flexibilität. Der Doppelvergaser arbeitet zweistufig. Ein kleiner Vergaser sorgt für sparsames Fahren, und wenn Sie das Gaspedal voll durchtreten, öffnet sich der zweite Vergaser und gibt einen Schwall Luft und Kraftstoff frei.

Das ist ein echter Tritt in den Hintern (natürlich im Maßstab eines 2CV).
Der Wagen ist nicht wiederzuerkennen. Die Beschleunigung im dritten Gang ermöglicht endlich das Einfädeln auf die Autobahn. Steigungen sind mühelos zu bewältigen. Es ist die perfekte „OEM+“-Modifikation: Sie verwendet zeitgenössische Citroën-Teile, beeinträchtigt die Zuverlässigkeit nicht und bleibt unauffällig. Es ist der 2CV, wie er immer hätte sein sollen.

Haben Sie jemals den Unterschied zwischen einem Einfach- und einem Doppelvergaser gespürt, oder halten Sie es für ein Sakrileg, am Motor eines 2CV herumzubasteln?
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